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Baustoffchemie

Chemie der Werkstoffe im Bauwesen


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Dickbeschichtung als Abdichtungsmasse, zweikomponentig

hydraulisch abbindend, zusätzlich mit Epoxidharz modifiziert

Es handelt sich quasi um eine Flex-Dichtungsschlämme, die zusätzlich mit Epoxidharz modifiziert und mit Polystyrolkügelchen gefüllt wurde und wie eine Bitumendickbeschichtung verarbeitet werden kann (in Schichtdicken bis 10 mm).

Quelle: Patentoffenlegungsschrift DE 10150601


Pos. Rohstoff Gewichtsteile
 Komponente A
1Quarzsand (0,1-0,3 mm)40,0
2Zement CEM I 42,5 R14,0
3Epoxidharz (niedrigmolekulares Bisphenol-A-Harz)0,50
4Polystyrolkugeln (1-2 mm)0,80
5Celluloseether (MHEC, mittelviskos)0,30
6Entschäumer0,40
7Calciumformiat als Beschleuniger0,70
8Citronensäure als Verzögerer0,30
 
Komponente B
9Acrylatdispersion (Feststoffgehalt: 54%)35,0
10Wasser6,0
11Plastilit 3060 (Polypropylenglycolalkylphenylether)1,6
12Polyaminaddukt (50%ig in Wasser) als EP-Härter0,40
  
100,0


Ergänzung zu den Rohstoffen:
Der Polypropylenglycolalkylphenylether ist als Plastifizierungsmittel gedacht.

Kommentar:
In der Patentanmeldung ist eine weitere Rezepturvariante angegeben, die etwas mehr EP-Harz enthält (höhere Frühwasserbeständigkeit und geringere Elastizität). Die Durchtrocknungsgeschwindigkeit ist für beide mit 2 mm nach 1d, 4 mm nach 2d und 5 mm nach 5d angegeben. Gegenüber der kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtung (KMB) sollen diese Rezepturen Vorteile bei der Frühwasserbeständigkeit, Kälteflexibilität, Rissüberbrückung und Wasserfestigkeit haben.


Erstveröffentlichung: 2003-04-24

Die obigen Angaben sind nur als grobe Leitlinie geeignet und die Rezeptur soll zu eigenen Versuchen anregen. Die Rohstoffbezeichnungen und Herstellerangaben sind (aus der angegebenen Quelle) übernommen worden. Titel, Kurzbeschreibung, Ergänzungstext und Kommentar stammen von mir.


© Andrea Glatthor   Impressum