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Baustoffchemie

Chemie der Werkstoffe im Bauwesen


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Gipsleichtputz, maschinengängig

mit viel Leichtzuschlag und damit hoher Ergiebigkeit

Die Anfänge des Gipsleichtputzes aus einem Patent von Rigips: Beschrieben wird ein Gipsputz mit großen Mengen Vermiculit oder Perlite als Leichtzuschlag, nur wenig Kalksteinsand und einer Mischung aus Celluloseether und Stärkeether als Verdicker. Er zeichnet sich durch gute Verarbeitbarkeit und hohe Ergiebigkeit aus.

Quelle: Patent-Offenlegungsschrift DE 3243573


Pos. Rohstoff Gewichtsteile
1Stuckgips (beta-Halbhydrat)75,0
2Kalksteingries (0,2 - 1 mm)16,0
3Perlite4,0
4Kalkhydrat3,0
5Methylcellulose (unmodifiziert)0,30
6Stärkeether0,10
7Weinsäure0,10
  
98,5
 Wasser/Feststoff-Faktor: 0,74 


Ergänzung zu den Rohstoffen:
Die Spannbreite der Perlite-Zusatzmenge wird mit 2 bis 5% angegeben. Die Stärkeether-Zusatzmenge wird mit 0,05 bis 0,5% angegeben - heutige Stärkeether-Qualitäten benötigen nur noch Dosierungen in der Größenordnung 0,02%.

Kommentar:
Die Ergiebigkeit des Putzes wird mit 1400 Liter/t angegeben. Heutige Perlite-Qualitäten haben eine Schüttdichte von etwa 60 kg/m³. Vier Masse-% wären dann mehr als 600 Liter Perlite pro Tonne Putz.


Veröffentlichungsdatum: 1984-05-30

Die obigen Angaben sind nur als grobe Leitlinie geeignet und die Rezeptur soll zu eigenen Versuchen anregen. Die Rohstoffbezeichnungen und Herstellerangaben sind (aus der angegebenen Quelle) übernommen worden. Titel, Kurzbeschreibung, Ergänzungstext und Kommentar stammen von mir.


© Andrea Glatthor   Impressum