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Baustoffchemie

Chemie der Werkstoffe im Bauwesen


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Dünnbettmörtel

Mineralischer Klebemörtel für Planblocksteine

Der Dünnbettmörtel soll universell einsetzbar sein, also sowohl für Flachziegel als auch für Mauersteine mit Hohlkammern geeignet sein. Die besondere Eigenschaft besteht darin, dass der Mörtel in der Lage ist, trotz seiner geringen Schichtstärke die Löcher zu überbrücken und sie oben abzuschließen.

Quelle: Patentschrift DE 19841054


Pos. Rohstoff Gewichtsteile
1Portlandzement300,0
2Kalk10,0
3Bims 0/2 mm10,0
4Quarzsand 0/1 mm680,0
5Dispersionspulver (Vinylacetat-Copolymere) 
6Methylhydroxyethylcellulose, ggf. modifiziert 
7Stärkeether 
  
1.000,0
 Wasser/Feststoff-Faktor: 0,28 


Ergänzung zu den Rohstoffen:
Statt Bims werden auch andere Leichtzuschläge genannt: Perlite, Vermiculite, Schaumglas, Blähton und Blähschiefer. Bims wird von den Erfindern jedoch bevorzugt weil er die besten Wassersaugeigenschaften hat. Das Leichtzuschlag-Größtkorn ist größer als die minimale Fugenbreite, aber weil das Größtkorn beim Vermauern durch mechanische Beanspruchung zerstört werden kann, ist er trotzdem verwendbar.

Kommentar:
Es werden vier Varianten der Rezeptur aufgeführt: Für Porenbetonsteine (die hier aufgeführte Rezeptur), für Mehrkammerziegelsteine sowie für normale Ziegelsteine. Die Varianten unterscheiden sich im wesentlichen im Leichtzuschlag-Typ und -Anteil und enthalten teilweise weitere Additive (Fasern, Verflüssiger, Verzögerer, Beschleuniger, Luftporenbildner).


Veröffentlichungsdatum: 2000-03-16

Die obigen Angaben sind nur als grobe Leitlinie geeignet und die Rezeptur soll zu eigenen Versuchen anregen. Die Rohstoffbezeichnungen und Herstellerangaben sind (aus der angegebenen Quelle) übernommen worden. Titel, Kurzbeschreibung, Ergänzungstext und Kommentar stammen von mir.


© Andrea Glatthor   Impressum