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Baustoffchemie

Chemie der Werkstoffe im Bauwesen


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Bauchemie News

Thema: Bautenschutz + Bausanierung

Saturday, 28. Juni 2003

Thaumasitschäden - Sulfatangriff auf Beton durch Thaumasitbildung
Am 23. April wurde hier in den Bauchemie-News über eine Stellungnahme des DBV berichtet, in der empfohlen wurde, bei erdberührten Bauteilen, welche einem Sulfatangriff ausgesetzt sind, den Einsatz von carbonathaltigen Beton-/Zementzusätzen zu vermeiden. In der aktuellen Juni-Ausgabe seines Rundschreibens [966 kB, PDF, S. 7-8] setzt der DBV die Berichterstattung fort und druckt Stellungnahmen von der Schwenk Zement KG und des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton e.V. (DAfStb) ab.
Wednesday, 23. April 2003

Thaumasitschäden - Sulfatangriff auf Beton durch Thaumasitbildung
Bis vor wenigen Jahren wurde ausschliesslich die Ettringitbildung für das "Sulfattreiben" genannte Schadensbild gemacht. Daneben stellt jedoch auch die Bildung des ettringitähnlich kristallisierenden Thaumasit ein Problem dar.
Ettringit: 3 CaO · Al2O3 · 3 CaSO4 · 32 H2O
Thaumasit: CaSiO3 · CaCO3 · CaSO4 · 16 H2O
Als Maßnahme gegen den Sulfatangriff werden sulfatbeständige Zemente eingesetzt, die sich durch besonders niedrigen C3A-Gehalt auszeichnen (d.h. entsprechend wenig Aluminat für die Ettringit-Bildung enthalten). Trotzdem kam es in letzter Zeit zu Langzeitschäden an Betonbauwerken durch Sulfatangriff, die auf Thaumasit-Bildung zurückgeführt werden. Für dessen Bildung wird kein Aluminat benötigt und der Deutsche Beton- und Bautechnik-Verein e.V. (DBV) schreibt zu seiner Wirkung: Die Thaumasitbildung führt im Unterschied zur Ettringitbildung aber nicht zu einer treibenden Reaktion, sondern zu einer Auflösung der Zementsteinmatrix, so dass sich fester Beton in eine breiige Masse umwandelt. In der aktuellen März-Ausgabe seines Rundschreibens [104 kB, PDF] berichtet der DBV über den derzeitigen Kenntnisstand zu Thaumasitschäden und bezieht Position dazu: Es wird empfohlen, bei erdberührten Bauteilen, welche einem Sulfatangriff ausgesetzt sind, den Einsatz von carbonathaltigen Zusätzen zu vermeiden, also insbesondere auf die Verwendung von Portlandkalksteinzement und auf Kalksteinmehlzugabe zum Beton zu verzichten. Weiterführende Informationen enthält beispielsweise die Dissertation von Davies Mwila Mulenga aus dem Jahr 2002, über deren Inhalt in beton 11/2002 berichtet wurde.
Thursday, 17. April 2003

Feuchteadaptive Dampfbremsen und ihre Anwendung
Hartwig M. Künzel vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik beschreibt die Funktionsweise von feuchteadaptiven Dampfbremsen [584 kB, PDF] und ihren Einfluss auf das Feuchteverhalten von Bauteilen und vergleicht sie mit dem Verhalten konventioneller Dampfsperren. Der Fachartikel wurde unter dem Titel "Richtiger Einsatz von Dampfbremsen bei der Altbausanierung" im WTA-Journal 1/2003 abgedruckt.
Wednesday, 19. März 2003

Bekämpfender Holzschutz
Das Merkblatt Sonderverfahren zur Behandlung von Gefahrstellen der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung e.V. wurde aktualisiert. Es erläutert Sonderverfahren, mit denen bei besonders gefährdeten Holzbauteilen in bestimmten Bereichen größere Schutzmitteleinbringmengen erreicht werden: Bohrloch-, Patronen-, Bandagen- und Pastenverfahren. [5 Seiten, 281 kB, PDF]

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