BaustoffchemieChemie der Werkstoffe im Bauwesen |
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Die handelsüblichen Celluloseether decken ein breites Typenspektrum ab und unterscheiden sich im wesentlichen in Bezug auf Substituenten, Substitutionsgrad, Molmasse (Viskosität) und Korngröße.
In der Fototechnik findet Celluloseether nicht mehr so häufig Anwendung, weil die analoge Fotografie auf dem Rückzug ist. Das „alte“ Filmmaterial Zelluloid – auch wenn ich es mit ‚Z’ schreibe – hat nicht umsonst sprachlich dieselbe Wurzel wie Cellulose. Aber vielleicht findet es ja statt im Filmmaterial bald Verwendung im Fotozubehör, z. B. als Verpackung. In der Bauindustrie sind ganz spezielle Eigenschaften gefragt, weshalb man hier zahlreiche, mit verschiedenen anderen Stoffen angereicherte Celluloseether unterscheidet.
Im Bereich der Mörteladditive sind folgende Typen am häufigsten vertreten:
Ebenfalls anzutreffen sind:
Die HEC-Derivate mit hydrophoben Alkyl-Seitenketten mit mehr als zwei C-Atomen werden auch als hydrophob modifizierte HEC bezeichnet (hmHEC oder HMHEC).
Viele der in der Bauindustrie eingesetzten Celluloseether (allgemein als "modifizierte Celluloseether" bezeichnet) sind mit Additiven modifiziert, die bestimmte erwünschte Eigenschaften noch weiter verbessern, unerwünschte unterdrücken und/oder zusätzliche Eigenschaften einbringen, zum Beispiel:
Die Komponenten können physikalisch gemischt oder chemisch miteinander verbunden sein. Im folgenden werden für beide Varianten sowie für den Grenzfall (keine rein physikalische Mischung, aber auch keine chemische Verbindung) Beispiele genannt:
Die meisten Additive werden getrennt hergestellt und vermahlen und erst dann mit dem Celluloseether gemischt. Die wichtigsten Modifizierungsmittel für Celluloseether sind die Stärkeether und die Polyacrylamide.
Prinzipiell können die modifizierten Celluloseether jedes denkbare Mörteladditiv enthalten. In der Praxis beschränkt man sich jedoch überwiegend auf jene, deren Wirkung weitgehend unabhängig vom Bindemittel ist. Abbindeverzögerer/-beschleuniger sind ein typisches Beispiel für eine Substanzklasse, die man aufgrund ihrer Bindemittel-spezifischen Wirkung besser separat dosiert.
Die Additive können auch chemisch an das Celluloseether-Molekül gebunden werden. Beispiele dafür sind:
Zu dieser Gruppe gehören die oberflächenbehandelten Celluloseether und jene Produkte, bei denen die einzelnen Partikel des Additivs aus einer festen Lösung der Komponenten bestehen:
Es gibt Hilfsmittel, die nicht deshalb zugesetzt werden, weil sie im Mörtel irgendeine Funktion haben, sondern weil sie während Produktion und Lagerung benötigt werden. Sie sollen in der Regel keine Effekte im Mörtel auslösen: